Wohin steuert das Land?
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Am 31. Mai 2026 fand der erste Wahlgang der richtungsweisenden Präsidentschaftswahlen in Kolumbien statt – mit einem überraschenden Ergebnis. Entgegen den Umfragen konnte Abelardo de la Espriella (Defensores de la Patria) 43,7% der Stimmen auf sich vereinen, während der als Favorit gehandelte Iván Cepeda (Pacto Histórico) nur auf 40,9% kam. Da keiner der beiden Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, wird die politische Zukunft Kolumbiens in der Stichwahl am 21. Juni entschieden.
Dabei treffen zwei Kandidaten mit grundlegend unterschiedlichen politischen Visionen aufeinander: Auf der einen Seite Iván Cepeda (Pacto Histórico), linker Senator, Menschenrechtsanwalt und Philosoph, der letztlich in der Tradition des amtierenden Präsidenten Gustavo Petro steht und sich insbesondere für soziale Reformen, Menschenrechte und Friedenspolitik einsetzt, und auf der anderen Seite Abelardo de la Espriella (Defensores de la Patria), ultrarechter Jurist und Unternehmer, der einen harten sicherheitspolitischen Kurs verfolgt und sich wiederholt positiv auf Trump, Milei und Bukele bezog.
- Was würde ein Wahlsieg von Abelardo de la Espriella oder von Iván Cepeda für das Land bedeuten
- Welche Bilanz lässt sich nach vier Jahren Regierung Petro ziehen? Welche Fortschritte und Rückschritte lassen sich in den Bereichen soziale Reformen, Friedenspolitik, Gleichstellung, Wirtschaft und internationaler Positionierung feststellen?
- Wie wird sich die neue Regierung international ausrichten?
Diese und weitere zentrale Fragen diskutieren das Lateinamerika-Forum (LAF Berlin) und die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) wenige Tage nach der Stichwahl mit drei Expert:innen.
Podiumsteilnehmer:innen:
Angelika Rettberg – Dekanin der Fakultät für Sozialwissenschaften, Universidad de los Andes (Colombia), Mitglied in verschiedenen Regierungskommissionen
Aura Rodríguez Bonilla – Leiterin der Organisation Viva la Ciudadanía, spezialisiert auf Wahlbeobachtung und Wahlanalyse
David Castrillón-Kerrigan – Berater des kolumbianischen Außenministeriums, Dozent der Universidad Externado de Colombia
Moderation: Klaus Bodemer (LAF Berlin)
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Die Onlinedebatte findet auf Spanisch mit Simultandolmetschung ins Deutsche statt. Eine Veranstaltung des LAF Berlin in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Foto Credits: Oliver Üllenberg

