Suriname nach 50 Jahren Unabhängigkeit

Fünf Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit (1975–2025) steht Suriname an einem möglichen Wendepunkt. Mit Expert:innen diskutierten wir am 25. November 2025 wie koloniale Kontinuitäten und die Politik der Nach-Unabhängigkeitszeit den Alltag bis heute prägen.

Zwischen geplatzten Träumen und neuer Hoffnung. Unabhängigkeit, Ungleichheit und Zukunft

Fünf Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit (1975 – 2025) steht Suriname an einem möglichen Wendepunkt. Mit Expert:innen diskutierten wir am 25. November 2025 wie koloniale Kontinuitäten und die Politik der Nach-Unabhängigkeitszeit den Alltag bis heute prägen – entlang der Schnittstellen von Ethnizität, Klasse, Geschlecht und Migration.

Im Fokus standen unter anderem die Emigrationswelle rund um 1975, ethnisch segmentierte Parteienlandschaft, die ungenügende Einbindung indigener und Maroon-Gemeinschaften, Druck auf Bildung und Gesundheit, die transnationale Diaspora sowie große Erwartungen an das Offshore-Öl. Kritisch, aber respektvoll fragten wir: Was kann „Nation-Building“ heute bedeuten – und wie ließe sich künftiger Reichtum gerecht verteilen?

Warum jetzt?
2025 ist mehr als ein Jubiläum: Es ist Anlass, autoritäre Erfahrungen, wirtschaftliche Boom-und-Bust-Zyklen sowie neue Extraktivismen zu reflektieren. Kann Suriname die Rohstofffalle vermeiden und demokratische Institutionen stärken?

Podiumsteilnehmer:innen:
Tessa Leuwsha – Autorin und Dokumentarfilmerin aus Paramaribo, Suriname
Inga Triebel – Masterstudium der Globalen und Vergleichenden Philosophie sowie ehrenamtlich tätig bei der ila Bonn
Prof. Dr. Rosemarijn Hoefte – Senior Researcher am KITLV Leiden und Professorin für die Geschichte Surinames ab 1873 an der Universität Amsterdam

Moderation: Luiz Ramalho (LAF Berlin)

Den Livestream finden Sie hier:

Eine Veranstaltung des LAF Berlin und der ila Bonn in Anlehnung an den ila Schwerpunkt 490 Suriname

Beitragsbild: Gaby Küppers